Spannung im Jubiläumsjahr

In seiner 20. Spielzeit präsentiert der Fränkische Theatersommer ein buntes Programm aus vielen „feinen“, „lustigen“ und besonderen Genres. Die Landesbühne Oberfranken wirkt an 80 verschiedenen Stätten und strahlt die Lebendigkeit einer „Wanderbühne“ aus.

 

Eulenspiegels Enkel (Schauspiel & Komödie), Wagner im Ring (Feines Kammerspiel) oder Im Dunkeln ist gut Munkeln (Chanson & Kabarett) lauten die Titel einiger Aufführungen des diesjährigen Fränkischen Theatersommers. Aber auch die Jüngsten finden sich im Kindertheater Max und Moritz beachtet, ebenso wie die Feinschmecker beim Kulinarischen Theater Mordstrubel unterm Kerwabaum.

Von März bis Oktober, also Früh-, Kern- und Spätsommer umgreifend, bietet der Fränkische Theatersommer eine vielfältige Palette an Veranstaltungen. In über 200 Präsentationen und an 80 Orten in Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie Thüringen und der Oberpfalz zeigt sich die „Wanderbühne“ von einer spannenden Seite.
Diese bezeichnete einst eine umherziehende Schauspieltruppe ohne feste Spielstätte, die sich seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland als Gegenstück zu den Hoftheatern der Fürsten herausgebildet hatte. Heute nutzt der Fränkische Theatersommer einige dieser „alten“ Traditionen:
„Der Theatersommer hat sich im Laufe der Zeit an vielen Spielorten etabliert. Und es kommen immer weitere hinzu, wie z.B. das “Sandschlösschen” oder “Das Faltboot” im Erba Park. Es ist uns ein großes Anliegen Kunst und Kultur zu machen und zu zeigen. Die täglichen Herausforderungen der vielen Vorstellungen machen die “Wanderbühne” lebendiger als andere Theater. Der Fränkische Theatersommer ist aus der Region nicht wegzudenken“, so Christian Weiß (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit der Landesbühne Oberfranken).

Vielfalt als Herausforderung

"(K)ein Märchen aus uralten Zeiten" ist in der Kategorie Musik und Literatur zu sehen. Foto: Fränkischer Theatersommer

“(K)ein Märchen aus uralten Zeiten” ist in der Kategorie Musik und Literatur zu sehen. Foto: Fränkischer Theatersommer

„Die größte Herausforderung ist die Koordination. Wir haben im Jahr über 200 Vorstellungen an über 70 verschiedenen Spielorten. Jeder Ort hat unterschiedliche Voraussetzungen.
Man muß immer wieder prüfen: Gibt es Varianten, falls es regnet? Ist eine Bühne vorhanden? Müssen wir Bühnenteile mitbringen? Passt der Thespiskarren, unsere fahrbare Bühne, in den Innenhof oder ähnliches? Welche technischen Voraussetzungen sind vorhanden für Licht und Ton und Vieles mehr. Das ist sehr aufwendig, aber mit den Jahren bekommt man Erfahrungen zu den einzelnen Spielorten.“ Doch der Wert der Wanderbühne liegt auch noch wo anders.

Service und Mobilität

Christian Weiß erklärt: „Der Vorteil liegt eindeutig an der Mobilität. Geben Sie uns einen Platz, ein schönen Innenhof oder auch eine Grünfläche und wir bauen Ihnen dort eine Bühne auf mit allem drum und dran und können die Zuschauer mit unseren Stücken in Ihrer Heimat verzaubern. Sie brauchen nicht 30 km oder noch weiter zu fahren, um ins Theater zu gehen.
Außerdem gibt es in der Umgebung einzigartig Kulissen, wie z.B. das Felsentheater Sanspareil, das Schloss Thurnau oder Schloss Wiesentfels, das Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld. All diese tollen Schauplätze können wir als “wandernde Bühne” bespielen.“

Dieses „Wir“ besteht jährlich aus einem großen Ensemble an Darstellern, aber auch ganz vielen Menschen „hinter den Kulissen“. Christian Weiß schätzt deren Wert: „Die meisten Schauspieler spielen bereits seit mehreren Jahren für den Theatersommer und werden auch mit ihm verbunden. Das ist eine schöne Entwicklung. Falls neue Schauspieler gesucht werden gibt es ein normales Vorsprechen mit unserem Intendanten Jan Burdinski.

Sitz des Fränkischen Theatersommers ist Hollfeld mit seinem Büro im Alten Rathaus. Weitere Informationen und Aufführungstermine erhalten Sie unter 09274/ 947 440 oder www.theatersommer.de.

05.07.2013/ ct

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